In dieser Geschichte
- Inhaltsverzeichnis
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- Rosalie Thomass im Überblick: Die wichtigsten Fakten in der Tabelle
- Vom Münchner Volkstheater zur Kamera: Die Anfänge
- Der Durchbruch: „Beste Zeit“ und die Rosenmüller-Trilogie
- Die großen Dramen: „Grüße aus Fukushima“, „Eine unerhörte Frau“ und „Rufmord“
- Vielseitig im Kino: Känguru-Filme, Bibi Blocksberg und eigene Drehbücher
- Ab 2026: Neue Franken-Tatort-Kommissarin Emilia Rathgeber
- Stimme und Präsenz: Hörspiele, Hörbücher und Fernsehrollen
- Auszeichnungen im Überblick
- Privat: Künstlerfamilie und Leben in München
- Häufige Fragen zu Rosalie Thomass
Rosalie Thomass gehört seit zwei Jahrzehnten zu den prägenden Gesichtern des deutschen Films – und 2026 steht ihr größter Karriereschritt noch bevor: Die Münchnerin wird neue Ermittlerin im Franken-„Tatort“ und löst dort Dagmar Manzel ab. Bekannt wurde sie als Teenager im „Polizeiruf 110″, gefeiert für ihre Rollen in „Grüße aus Fukushima“ und „Eine unerhörte Frau“, für die sie reihenweise Preise gewann. Dazu kommen Komödienhits wie die „Känguru“-Filme, Familienerfolge wie „Bibi Blocksberg“ und eigene Drehbücher. Dieser Überblick zeigt den Weg von Rosalie Thomass – vom Münchner Volkstheater bis zur Tatort-Kommissarin Emilia Rathgeber.
„Rosalie Thomass beim NRW-Empfang der Berlinale 2025 – Foto: Martin Kraft, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons“
Inhaltsverzeichnis
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Rosalie Thomass im Überblick: Die wichtigsten Fakten in der Tabelle
Rosalie Thomass wurde am 14. August 1987 in München geboren und stand schon als Kind auf Theaterbühnen ihrer Heimatstadt. Sie ist nicht nur Schauspielerin, sondern auch Drehbuchautorin. Die wichtigsten Daten im Überblick:
| Merkmal | Angabe |
| Geboren | 14. August 1987 in München |
| Beruf | Schauspielerin und Drehbuchautorin |
| Aktiv | seit 2003 |
| Durchbruch | „Polizeiruf 110: Er sollte tot“ (2005) und „Beste Zeit“ (2007) |
| Größte Kinoerfolge | „Grüße aus Fukushima“ (2016), „Die Känguru-Chroniken“ (2020), „Was man von hier aus sehen kann“ (2022) |
| Wichtigste Preise | Bayerischer Filmpreis 2016, Deutscher Schauspielerpreis 2018, Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen 2017 |
| Neue Rolle ab 2026 | Kriminalhauptkommissarin Emilia Rathgeber im Franken-„Tatort“ |
Auffällig an ihrer Karriere ist die Spannweite: Arthouse-Drama, bayerische Komödie, Kinderfilm und Krimireihe – Thomass wechselt die Genres, ohne ihr Profil zu verlieren.
Vom Münchner Volkstheater zur Kamera: Die Anfänge
Die Bühne war für Rosalie Thomass von Anfang an ein Zuhause. In ihrer Kindheit und Jugend sang sie im Schulchor, spielte in der Schule Theater und in einer Rockband. Sie tanzte Modern Dance und lernte Klavier und Flöte. Ihre ersten schauspielerischen Erfahrungen sammelte sie 1997 am Münchner Volkstheater, ab 2001 belegte sie Schauspielkurse und war Mitglied der Jugendtheatergruppe an den Münchner Kammerspielen. 2003 nahm sie zusätzlich Gesangsunterricht.
Ihr Debüt vor der Kamera gab sie 2003 im Kurzfilm „Emily will sterben“ von Sabine Radebold, in dem sie ebenso die Hauptrolle spielte wie in Katharina Schödes HFF-Abschlussfilm „Gefühlte Temperatur“ (2004). Noch während ihrer Schulzeit folgten größere Fernsehrollen, etwa in Vivian Naefes „Leo“ (2004). 2005 spielte sie unter der Regie von Dominik Graf eine Hauptrolle in der „Polizeiruf 110″-Folge „Er sollte tot“ und war im TV-Zweiteiler „Emilia“ an der Seite von Hannah Herzsprung zu sehen.
Die Polizeiruf-Rolle brachte der damals 18-Jährigen auf einen Schlag die wichtigsten Nachwuchsehren der Branche ein: 2006 erhielt sie den Förderpreis Neues Deutsches Kino in der Kategorie Schauspiel, 2007 folgten der Grimme-Preis und der Bayerische Fernsehpreis als beste Nachwuchsdarstellerin. Auch im Kurzfilm machte sie auf sich aufmerksam: „Das Mädchen mit den gelben Strümpfen“ (2007), in dem sie die Hauptrolle spielte, gewann 2008 den Deutschen Kurzfilmpreis. Es war der Start einer Karriere, die nie wieder abreißen sollte.

Der Durchbruch: „Beste Zeit“ und die Rosenmüller-Trilogie
Einem breiten Kinopublikum wurde Rosalie Thomass durch die Coming-of-Age-Trilogie von Marcus H. Rosenmüller bekannt. Zusammen mit Anna Maria Sturm spielte sie 2007 im ersten Teil „Beste Zeit“, 2008 im zweiten Teil „Beste Gegend“ und 2014 im Abschluss „Beste Chance“. Die Filme über zwei Freundinnen aus der bayerischen Provinz wurden zu Publikumslieblingen und zeigten Thomass von ihrer komödiantischen, lebensnahen Seite. Für „Beste Gegend“ wurde sie 2008 für den Undine Award als beste Nachwuchsschauspielerin im Kinofilm nominiert.
Parallel baute sie ihre Fernsehkarriere aus: 2009 war sie in gleich zwei „Tatort“-Folgen zu Gast („Herz aus Eis“ und „Tempelräuber“), 2010 folgte die Hauptrolle im Zeitgeschichtsdrama „Die letzten 30 Jahre“, die ihr eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis als beste Darstellerin einbrachte. Als Ensemblemitglied der Komödie „Neue Vahr Süd“ gewann sie 2011 erneut einen Grimme-Preis. 2012 erhielt sie den Askania Award, den Shooting-Star-Preis der Berliner Uhrenmanufaktur. Und mit „Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ (2012) bewies sie auch im anspruchsvollen Kino Format: Der Film holte den Publikumspreis beim Max-Ophüls-Festival, das Ensemble – mit Thomass – 2014 den Deutschen Schauspielpreis.
Auch sonst war diese Phase von einer bemerkenswerten Produktivität geprägt. Allein 2008 war Thomass in vier Kinofilmen zu sehen: im Historienepos „Anonyma – Eine Frau in Berlin“, im Volkshelden-Porträt „Räuber Kneißl“, in „Kleine Lichter“ und in „Beste Gegend“. 2011 spielte sie in der bayerischen Komödie „Eine ganz heiße Nummer“ mit, deren Fortsetzung „Eine ganz heiße Nummer 2.0″ 2019 folgte. 2012 kamen die Literaturverfilmung „Die Abenteuer des Huck Finn“ und das Drama „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ hinzu. Spätestens jetzt galt sie als eine der verlässlichsten Hauptdarstellerinnen des deutschen Kinos – gleichermaßen überzeugend in Komödie, Heimatfilm und schwerem Drama.
Die großen Dramen: „Grüße aus Fukushima“, „Eine unerhörte Frau“ und „Rufmord“
Mitte der 2010er Jahre zeigte Rosalie Thomass ihre dramatische Bandbreite in einer Reihe viel beachteter Hauptrollen. 2015 war sie im Kinofilm „Taxi“ an der Seite von Peter Dinklage zu sehen. 2016 folgte „Grüße aus Fukushima“ von Doris Dörrie: Als junge Deutsche Marie, die in der Sperrzone um Fukushima einer alten Geisha begegnet, lieferte sie eine der stärksten Leistungen ihrer Laufbahn. Dafür gewann sie den Bayerischen Filmpreis als beste Schauspielerin, den Best Acting Award beim Odessa International Film Festival und wurde für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle nominiert.
Im selben Jahr spielte sie in „Eine unerhörte Frau“ die Mutter eines schwerkranken Kindes – eine Rolle, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde: 2017 erhielt sie den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen als Schauspielerin in einer Hauptrolle, 2018 den Deutschen Schauspielerpreis in derselben Kategorie; der Film selbst gewann den Deutschen Fernsehpreis als bester Film und war für den Grimme-Preis nominiert.
Auch das Filmdrama „Rufmord“ (2018), in dem sie mit Shenja Lacher und Johann von Bülow vor der Kamera stand, brachte ihr weitere Ehren ein, darunter den Bernd Burgemeister Fernsehpreis und 2019 den Darstellerinnenpreis des Günter-Rohrbach-Filmpreises. 2020 war sie im dreiteiligen Fernsehfilm „Unterleuten – Das zerrissene Dorf“ unter der Regie von Matti Geschonneck zu sehen, 2021 folgte für ihre Leistung im Fernsehfilm „Jackpot“ ein Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistung beim Fernsehfilmfestival Baden-Baden.

Vielseitig im Kino: Känguru-Filme, Bibi Blocksberg und eigene Drehbücher
Wer Rosalie Thomass nur aus Dramen kennt, übersieht ihre zweite große Stärke: die Komödie. 2020 spielte sie in der Verfilmung von Marc-Uwe Klings „Die Känguru-Chroniken“ mit, 2022 folgte die Fortsetzung „Die Känguru-Verschwörung“. Ebenfalls 2022 war sie in der Bestsellerverfilmung „Was man von hier aus sehen kann“ zu sehen. Einem jungen Publikum stellte sie sich 2025 in „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ vor; die Fortsetzung „Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise“ folgt 2026.
Hinzu kommt ihre Arbeit hinter dem Text: Thomass ist auch Drehbuchautorin. Für die Komödie „Jagdsaison“ (2022), in der sie zugleich eine Hauptrolle spielte, schrieb sie am Drehbuch mit; auch der Film „Lügen über meine Mutter“ (2026) entstand nach ihrem Drehbuch. In einem Interview sagte sie zu ihrer Rollenauswahl, sie sei dankbar, eine große Bandbreite von Charakteren verkörpern zu dürfen – ein Satz, der ihre Filmografie von der Sperrzonen-Dramatik bis zur Kinderhexe treffend beschreibt. Im Fernsehen blieb sie parallel präsent, unter anderem in der Netflix-Serie „Das letzte Wort“ (2019) und in den „Wäldern“-Krimis (2024).

Ab 2026: Neue Franken-Tatort-Kommissarin Emilia Rathgeber
Die größte Nachricht ihrer Karriere kam im Juni 2025: Anfang Juni wurde bekannt gegeben, dass Rosalie Thomass ab 2026 im Franken-„Tatort“ die Nachfolge von Dagmar Manzel antritt. Als Nürnberger Kriminalhauptkommissarin Emilia Rathgeber wird sie die neue Ermittlerin der Reihe. Für Thomass ist das vertrautes Terrain und Neuland zugleich: Gastauftritte in der „Tatort“-Reihe hatte sie bereits 2009, doch eine feste Ermittlerinnenrolle übernimmt sie zum ersten Mal. Ihr erster Fall trägt den Titel „Tatort: Gottesgarten“ und ist für 2026 angekündigt.
Damit reiht sie sich in die Riege der Schauspielerinnen ein, die mit einer Tatort-Rolle ein Millionenpublikum erreichen. Die Personalie sorgte bundesweit für Schlagzeilen – auch, weil Thomass in Interviews ihre Vorfreude auf die bodenständige Ermittlerin mit fränkischer Verwurzelung durchblicken ließ. Für die Reihe bedeutet der Wechsel einen Generationenwechsel an der Spitze des Franken-Teams.

Stimme und Präsenz: Hörspiele, Hörbücher und Fernsehrollen
Auch abseits der großen Kinorollen blieb Rosalie Thomass durchgehend präsent. Im Fernsehen spielte sie unter anderem in „Tod einer Polizistin“ (2013), in „Das Zeugenhaus“ (2014), in der Serie „Lobbyistin“ (2017), in der Polizeikomödie „KBV – Keine besonderen Vorkommnisse“ (2021) und 2024 in „Mordnacht“ sowie in den beiden „Wäldern“-Krimis „Das verschwundene Mädchen“ und „Das Böse in den Spiegeln“.
Hinzu kommt ihre Arbeit als Sprecherin: Bereits 2008 las sie im Hörbuch zu Jodi Picoults Roman „19 Minuten“ die Figur der Josie Cormier. 2022 gehörte sie zum Ensemble der aufwendigen BR-Hörspielbearbeitung von Elena Ferrantes Neapolitanischer Saga, die mit über fünfzehn Stunden Länge als Podcast und Download erschien. Diese Bandbreite – Kinoleinwand, Fernsehfilm, Hörspiel – macht sie zu einer der am breitesten aufgestellten Darstellerinnen ihrer Generation.
Auszeichnungen im Überblick
Kaum eine deutsche Schauspielerin ihrer Generation wurde so kontinuierlich geehrt wie Rosalie Thomass. Die wichtigsten Preise und Nominierungen:
- 2006: Förderpreis Neues Deutsches Kino (Schauspielpreis) für „Polizeiruf 110: Er sollte tot“
- 2007: Grimme-Preis und Bayerischer Fernsehpreis als beste Nachwuchsdarstellerin
- 2011: Grimme-Preis für „Neue Vahr Süd“ (als Ensemblemitglied)
- 2012: Askania Award (Shooting-Star-Preis)
- 2014: Deutscher Schauspielpreis für „Kohlhaas…“ (bestes Ensemble)
- 2016: Bayerischer Filmpreis als beste Schauspielerin für „Grüße aus Fukushima“
- 2016: Nominierung für den Deutschen Filmpreis (beste weibliche Hauptrolle) für „Grüße aus Fukushima“
- 2017: Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen (Schauspielerin Hauptrolle) für „Eine unerhörte Frau“
- 2018: Deutscher Schauspielerpreis (Hauptrolle) für „Eine unerhörte Frau“
- 2019: Darstellerinnenpreis des Günter-Rohrbach-Filmpreises für „Rufmord“
- 2021: Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistung (Fernsehfilmfestival Baden-Baden) für „Jackpot“
Privat: Künstlerfamilie und Leben in München
Rosalie Thomass stammt aus einer Künstlerfamilie: Sie ist die Großnichte des Filmkomponisten Eugen Thomass. Sie lebt in München und ist mit dem Regisseur Aron Lehmann liiert, mit dem sie zwei gemeinsame Kinder hat. Über ihr Privatleben äußert sie sich nur selten und dosiert – im Mittelpunkt ihrer öffentlichen Auftritte steht die Arbeit: neue Filme, eigene Drehbücher und ab 2026 ihre Ermittlerin Emilia Rathgeber, mit der sie sich einem noch größeren Publikum vorstellen wird.
Häufige Fragen zu Rosalie Thomass
Wann und wo wurde Rosalie Thomass geboren?
Sie wurde am 14. August 1987 in München geboren und wuchs dort auch auf. Schon als Kind stand sie am Münchner Volkstheater auf der Bühne.
Wofür ist Rosalie Thomass besonders bekannt?
Für die Rosenmüller-Trilogie „Beste Zeit“, „Beste Gegend“ und „Beste Chance“, für „Grüße aus Fukushima“ (2016), „Eine unerhörte Frau“ (2016) und „Rufmord“ (2018) sowie für die „Känguru“-Filme.
Welche Preise hat Rosalie Thomass gewonnen?
Unter anderem den Bayerischen Filmpreis 2016 als beste Schauspielerin, den Deutschen Schauspielerpreis 2018, den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen 2017, zwei Grimme-Preise und den Askania Award 2012.
Welche Rolle spielt Rosalie Thomass im Tatort?
Ab 2026 spielt sie die Nürnberger Kriminalhauptkommissarin Emilia Rathgeber im Franken-„Tatort“. Sie tritt die Nachfolge von Dagmar Manzel an; ihr erster Fall heißt „Tatort: Gottesgarten“.
Schreibt Rosalie Thomass auch Drehbücher?
Ja. Sie ist als Drehbuchautorin an „Jagdsaison“ (2022) und „Lügen über meine Mutter“ (2026) beteiligt und spielte in beiden Filmen auch selbst mit.
Hat Rosalie Thomass Kinder?
Ja, sie hat mit ihrem Partner, dem Regisseur Aron Lehmann, zwei gemeinsame Kinder. Die Familie lebt in München.
Quellen: Wikipedia „Rosalie Thomass“ (Abruf: 29. Oktober 2026), filmportal.de, Crew United, Munzinger-Archiv sowie Focus/spot on news zur Tatort-Nachfolge von Dagmar Manzel (Juni 2025). Alle Angaben beschränken sich auf öffentlich bestätigte Fakten.



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