In dieser Geschichte
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Ryan Gosling Filme und Serien im Überblick: Die wichtigsten Titel
  3. Wie begann seine Karriere vom Mickey Mouse Club ins Kino?
  4. Welche Rolle brachte ihm den Durchbruch?
  5. Warum wurde „Drive“ zum Kultfilm?
  6. Wie wurde „La La Land“ zu seinem größten Erfolg?
  7. Welche Blockbuster folgten von „Blade Runner 2049″ bis „Barbie“?
  8. Was macht Ryan Gosling abseits der Kamera?
  9. Was kommt als Nächstes? „Project Hail Mary“ und „Star Wars“
  10. Wo kann man Ryan Goslings Filme streamen?
  11. Häufige Fragen zu Ryan Gosling Filmen und Serien

Ryan Gosling Filme und Serien umfassen eine der konsequentesten Karrieren Hollywoods: Der Kanadier begann als Kinderstar im „Mickey Mouse Club“, wurde mit „Wie ein einziger Tag“ zum Romantik-Idol, mit „Drive“ zur Coolness-Ikone, mit „La La Land“ zum Golden-Globe-Gewinner – und als Ken in „Barbie“ zum Popkultur-Phänomen. Ryan Thomas Gosling wurde am 12. November 1980 in London in der kanadischen Provinz Ontario geboren und wuchs in Cornwall (Ontario) auf.

Dreimal war er für den Oscar nominiert, dazu kommen Rollen in einigen der stilprägendsten Filme der letzten zwei Jahrzehnte. Dieser Überblick führt von den Serien-Anfängen der 1990er über die Independent-Meilensteine bis zu den Blockbustern – und zeigt, welche großen Projekte als Nächstes anstehen.

Ryan Gosling Filme und Serien – Ryan Gosling bei der Comic-Con 2017
Ryan Gosling bei der San Diego Comic-Con 2017 – Foto: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ryan Gosling Filme und Serien im Überblick: Die wichtigsten Titel

Film / SerieJahrRolle
Der junge Hercules1998–1999Hercules
Inside a Skinhead2001Danny Balint
Mord nach Plan2002Richard Haywood
Wie ein einziger Tag2004Noah Calhoun
Half Nelson2006Dan Dunne
Das perfekte Verbrechen2007Willy Beachum
Lars und die Frauen2007Lars Lindstrom
Blue Valentine2010Dean
Crazy, Stupid, Love.2011Jacob Palmer
Drive2011Der Fahrer
The Ides of March – Tage des Verrats2011Stephen Meyers
The Place Beyond the Pines2012Luke Glanton
Gangster Squad2013Jerry Wooters
Only God Forgives2013Julian
The Big Short2015Jared Vennett
The Nice Guys2016Holland March
La La Land2016Sebastian Wilder
Blade Runner 20492017Officer K
Aufbruch zum Mond2018Neil Armstrong
The Gray Man2022Court Gentry („Sierra Six“)
Barbie2023Ken
The Fall Guy2024Colt Seavers

Wie begann seine Karriere vom Mickey Mouse Club ins Kino?

Gosling machte seine ersten künstlerischen Schritte 1993 im „Mickey Mouse Club“ – in derselben Talentschmiede, in der auch Britney Spears, Christina Aguilera und Justin Timberlake begannen. Ende der 1990er Jahre war er in verschiedenen Serien zu sehen, darunter „Breaker High“ (1997–1998, 44 Folgen) und als Hauptdarsteller in „Der junge Hercules“ (1998–1999, 49 Folgen). Der Wechsel ins Kino gelang mit ernsten Stoffen: 2001 spielte er in „Inside a Skinhead“ einen jungen Neonazi aus jüdischer Familie; der Film wurde mit dem Jurypreis des Sundance Film Festival ausgezeichnet.

Es folgten der Thriller „Mord nach Plan“ (2002) an der Seite von Sandra Bullock und Ben Chaplin sowie das Independentdrama „State of Mind“ (2003) mit Kevin Spacey und Lena Olin. Schon diese frühen Rollen zeigten das Muster seiner späteren Karriere: Gosling wich dem reinen Teenie-Star-Image aus und suchte sich unbequeme Figuren.

Ryan Gosling beim Filmfestival in Toronto 2007
Ryan Gosling beim Toronto International Film Festival 2007 – Foto: gdcgraphics, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Welche Rolle brachte ihm den Durchbruch?

Der Publikumserfolg kam 2004 mit „Wie ein einziger Tag“ nach Nicholas Sparks: Als Noah Calhoun wurde Gosling an der Seite von Rachel McAdams weltweit bekannt – die Liebesgeschichte gilt bis heute als einer der populärsten Romantikfilme überhaupt. Seinen schauspielerischen Durchbruch feierte er jedoch 2006 mit dem Independentfilm „Half Nelson“: Die Titelrolle eines drogensüchtigen Lehrers an einer Junior High School brachte ihm 2007 seine erste Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein.

Ein Jahr später spielte er in „Lars und die Frauen“ einen sozial gehemmten Mann, der eine lebensgroße Puppe als Partnerin vorstellt – eine Rolle, die ihm eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte und seine Vorliebe für Außenseiterfiguren zementierte. 2008 gründete er mit seinem Kollegen Zach Shields außerdem die Band Dead Man’s Bones, deren gleichnamiges Debütalbum im Oktober 2009 erschien.

2010 und 2011 verdichtete sich die Erfolgsserie: Für das schonungslose Beziehungsdrama „Blue Valentine“ (2010) erhielt er eine weitere Golden-Globe-Nominierung, und bei den Golden Globe Awards 2012 war er gleich doppelt nominiert – als bester Hauptdarsteller in einer Komödie für „Crazy, Stupid, Love.“ und im Drama für den Politthriller „The Ides of March – Tage des Verrats“ an der Seite von George Clooney.

Warum wurde „Drive“ zum Kultfilm?

Mit „Drive“ (2011) von Nicolas Winding Refn schuf Gosling seine vielleicht prägendste Figur: den namenlosen Fahrer, der tagsüber als Stuntfahrer und Mechaniker arbeitet und nachts Fluchtfahrten für Verbrecher fährt. Der Film lebt von Goslings fast wortloser Präsenz – Skorpion-Jacke, Zahnstocher, kontrollierte Gewalt – und wurde zum weltweiten Kultfilm, der sein Image für ein Jahrzehnt definierte.

Die Zusammenarbeit mit Refn setzte er 2013 mit dem radikalen Rachethriller „Only God Forgives“ fort. Im selben Jahr spielte er in Derek Cianfrances „The Place Beyond the Pines“ den Motorrad-Stuntfahrer Luke Glanton und in „Gangster Squad“ einen Polizisten im Los Angeles der 1940er Jahre. Diese Phase zeigte seine Bandbreite: vom Mainstream-Thriller bis zum kompromisslosen Autorenkino. 2014 gab er mit „Lost River“ sein Regiedebüt, für das er auch das Drehbuch schrieb; zur Besetzung gehörten Christina Hendricks, Saoirse Ronan und Eva Mendes.

Ryan Gosling bei den Filmfestspielen von Cannes 2014
Ryan Gosling bei den Filmfestspielen von Cannes 2014 – Foto: Georges Biard, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wie wurde „La La Land“ zu seinem größten Erfolg?

2015 war Gosling Teil des Ensembles von „The Big Short“, der preisgekrönten Finanzkrisen-Satire, und 2016 folgte die Action-Komödie „The Nice Guys“ mit Russell Crowe. Der Höhepunkt aber war Damien Chazelles Filmmusical „La La Land“ (2016): Gosling sang und tanzte an der Seite von Emma Stone und spielte den jazzbegeisterten Pianisten Sebastian, der in Los Angeles von der großen Karriere träumt. Der Part brachte ihm 2017 den Golden Globe Award als bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical sowie seine zweite Oscar-Nominierung ein.

Auch als Sänger hinterließ er Spuren: Das Duett „City of Stars“ mit Emma Stone erreichte die Charts in mehreren Ländern. „La La Land“ bewies, dass Gosling nicht nur der schweigsame Antiheld sein konnte, sondern auch der klassische Musical-Hauptdarsteller – eine Erweiterung seines Images, die später in „Barbie“ wieder wichtig werden sollte.

Welche Blockbuster folgten von „Blade Runner 2049″ bis „Barbie“?

2017 spielte er in „Blade Runner 2049″, Denis Villeneuves Fortsetzung des Klassikers von 1982, die Hauptrolle des Replikanten-Jägers Officer K – erneut an der Seite von Ana de Armas, die die Hologramm-Gefährtin Joi verkörperte. 2018 übernahm er in „Aufbruch zum Mond“ die Rolle des Testpiloten und Astronauten Neil Armstrong und arbeitete dafür erneut mit Regisseur Damien Chazelle zusammen.

Nach einer Pause kehrte er 2022 mit „The Gray Man“ zurück, dem bis dahin größten Netflix-Actionfilm: Als CIA-Auftragskiller Court Gentry, genannt „Sierra Six“, wurde er von Chris Evans‘ Figur Lloyd Hansen gejagt; Ana de Armas spielte die Agentin Dani Miranda an seiner Seite.

2023 wurde Gosling als Mattel-Puppe Ken in Greta Gerwigs Realfilm „Barbie“ an der Seite von Margot Robbie zum weltweiten Phänomen. Seine Leistung brachte ihm Nominierungen für den Golden Globe und für den Oscar als bester Nebendarsteller ein; der von ihm gesungene Song „I’m Just Ken“ schaffte es sogar in die deutschen Charts (Platz 67) und ins Vereinigte Königreich auf Platz 13.

2024 folgte mit „The Fall Guy“ eine Action-Komödie, in der er den Stuntman Colt Seavers spielte – eine augenzwinkernde Rückkehr zu der Berufsgruppe, die einst in „Drive“ sein Schicksal bestimmt hatte.

Ryan Gosling und Harrison Ford bei der Präsentation von Blade Runner 2049
Ryan Gosling mit Harrison Ford bei der Comic-Con 2017 – Foto: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Was macht Ryan Gosling abseits der Kamera?

Gosling ist mehr als Schauspieler: Mit Dead Man’s Bones veröffentlichte er 2009 ein düsteres Folk-Album und ging auf Tour, für „La La Land“ und „Barbie“ stand er selbst am Mikrofon. 2004 eröffnete er mit zwei Freunden in Beverly Hills das marokkanische Restaurant Tagine, das er bis heute mitbetreibt. Als Regisseur und Drehbuchautor verantwortete er „Lost River“ (2014).

Synchronisiert wird er im Deutschen seit „Drive“ hauptsächlich von Tommy Morgenstern. Privat ist er seit September 2011 mit seiner Schauspielkollegin Eva Mendes liiert, die er bei den Dreharbeiten zu „The Place Beyond the Pines“ kennengelernt hatte; im September 2014 wurde die erste gemeinsame Tochter geboren, im April 2016 die zweite. Interviews gibt das Paar selten – Gosling hält sein Familienleben konsequent aus der Öffentlichkeit heraus.

Was kommt als Nächstes? „Project Hail Mary“ und „Star Wars“

Der nächste große Schritt ist die Science-Fiction-Verfilmung „Project Hail Mary“ (2026) nach dem Roman von Andy Weir, in der Gosling die Hauptrolle des Ryland Grace spielt – eines Lehrers, der auf einer einsamen Weltraummission die Menschheit retten muss.

Noch weiter reicht der Blick in die Zukunft: Mit „Star Wars: Starfighter“ ist für 2027 sein Einstieg ins Star-Wars-Universum angekündigt; die Dreharbeiten begannen im August 2025, Regie führt Shawn Levy. Damit ergänzt Gosling seine Filmografie um das einzige große Franchise, das darin noch fehlte – ein bemerkenswerter Schritt für einen Schauspieler, der Blockbuster jahrzehntelang eher selektiv ausgewählt hat.

Ryan Gosling bei der Premiere von Aufbruch zum Mond 2018
Ryan Gosling bei der „First Man“-Premiere 2018 – Foto: Aubrey Gemignani (NASA), gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Wo kann man Ryan Goslings Filme streamen?

Zwei seiner bekanntesten Titel sind in Deutschland fest bei Netflix verankert: „The Gray Man“ ist eine Netflix-Eigenproduktion und bleibt entsprechend im Katalog, und auch „Blade Runner 2049″ läuft aktuell im deutschen Netflix-Abo (Stand: Oktober 2026, geprüft über JustWatch).

„Barbie“ und „The Fall Guy“ rotieren als große Studiofilme zwischen den Abo-Anbietern, während Klassiker wie „Drive“, „La La Land“ und „Wie ein einziger Tag“ regelmäßig in wechselnden Katalogen und in Mediatheken auftauchen. Weil sich die Verfügbarkeit monatlich ändern kann, empfiehlt sich vor dem geplanten Filmabend ein kurzer Check in einem Streaming-Verzeichnis.

Häufige Fragen zu Ryan Gosling Filmen und Serien

Welcher ist der bekannteste Film von Ryan Gosling?

Das hängt vom Maßstab ab: „Wie ein einziger Tag“ (2004) machte ihn weltbekannt, „Drive“ (2011) wurde zum Kultfilm, „La La Land“ (2016) brachte ihm Golden Globe und Oscar-Nominierung, und „Barbie“ (2023) wurde sein größter Kassenerfolg mit einer weiteren Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller.

Wie oft war Ryan Gosling für den Oscar nominiert?

Dreimal: als bester Hauptdarsteller für „Half Nelson“ (2007) und „La La Land“ (2017) sowie als bester Nebendarsteller für „Barbie“ (2024). Gewonnen hat er den Oscar bislang nicht; einen Golden Globe erhielt er 2017 für „La La Land“.

In welchen Serien spielte Ryan Gosling?

Vor allem zu Beginn seiner Karriere: Er startete 1993 im „Mickey Mouse Club“, spielte in „Breaker High“ (1997–1998) und übernahm mit „Der junge Hercules“ (1998–1999) eine Serien-Hauptrolle. Seit seinem Kinodurchbruch konzentriert er sich fast ausschließlich auf Filme.

Spielt Ryan Gosling bald in einem Star-Wars-Film?

Ja, das ist angekündigt: „Star Wars: Starfighter“ soll 2027 erscheinen, die Regie führt Shawn Levy, die Dreharbeiten begannen im August 2025. Zuvor ist Gosling 2026 in der Science-Fiction-Verfilmung „Project Hail Mary“ als Ryland Grace zu sehen.

Kann Ryan Gosling wirklich singen?

Ja. Er sang in „La La Land“ unter anderem „City of Stars“ mit Emma Stone und in „Barbie“ den Song „I’m Just Ken“, der in mehreren Ländern die Charts erreichte. Schon 2009 veröffentlichte er mit seiner Band Dead Man’s Bones ein eigenes Album.

Wer ist die Partnerin von Ryan Gosling?

Seit September 2011 ist er mit der Schauspielerin Eva Mendes liiert, die er bei den Dreharbeiten zu „The Place Beyond the Pines“ kennenlernte. Das Paar hat zwei Töchter (geboren 2014 und 2016) und hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

Quellen: Wikipedia „Ryan Gosling“ (deutsch) sowie JustWatch zur Netflix-Verfügbarkeit von „Blade Runner 2049″ in Deutschland (Abruf: Oktober 2026). Streaming-Angaben Stand Oktober 2026; Kataloge können sich kurzfristig ändern.