In dieser Geschichte
  1. Inhaltsverzeichnis
  2. Wer ist Barry Keoghan?
  3. Filme von Barry Keoghan im Überblick
  4. Wie gelang Barry Keoghan 2017 der Durchbruch?
  5. Warum wurde „Saltburn“ zum Kultfilm?
  6. Was macht „The Banshees of Inisherin“ so besonders?
  7. Welche Rolle spielt Barry Keoghan im Marvel-Universum?
  8. Was macht Barry Keoghans Spiel so besonders?
  9. Welche weiteren Filme von Barry Keoghan lohnen sich?
  10. Wo kann man die Filme von Barry Keoghan streamen?
  11. Häufige Fragen zu Filme von Barry Keoghan

Filme von Barry Keoghan – kaum ein Schauspieler seiner Generation hat eine so eigenwillige Karriere hingelegt wie der Ire aus Dublin. Er spielt selten den klassischen Helden, dafür umso öfter die Außenseiter, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen: den verstörenden Teenager, den einfältigen Inseljungen, den besessenen Oxford-Studenten. Die Fachwelt hat das längst honoriert – mit einem BAFTA Award, einer Oscar-Nominierung und zwei Golden-Globe-Nominierungen. Dieser Überblick versammelt alle wichtigen Filme von Barry Keoghan, von den irischen Anfängen über den Marvel-Blockbuster „Eternals“ bis zum Streaming-Phänomen „Saltburn“ – inklusive Rollen, Preisen und Streaming-Tipps.

Filme von Barry Keoghan – Barry Keoghan beim Filmfestival von Toronto 2024
Barry Keoghan beim Toronto International Film Festival 2024 – Foto: Kevin Payravi, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wer ist Barry Keoghan?

Barry Keoghan wurde am 18. Oktober 1992 in Dublin geboren und tritt seit 2011 als Schauspieler in Film und Fernsehen in Erscheinung. Erste Aufmerksamkeit brachten ihm Rollen in den irischen Produktionen „’71“ (2014), „Norfolk“ (2015) und „Trespass Against Us“ (2016), in dem er an der Seite von Michael Fassbender spielte. Dazu kam die Miniserie „Rebellion“ (2016) über den irischen Osteraufstand von 1916. 2017 wurde er bei den Irish Film & Television Awards als „Rising Star“ nominiert, und das Branchenmagazin „Variety“ setzte ihn im selben Jahr auf seine Liste der „10 Actors to Watch“.

Seitdem gilt Keoghan als einer der gefragtesten Charakterdarsteller seiner Generation: Er wechselt mühelos zwischen europäischem Autorenkino, Hollywood-Blockbustern und anspruchsvollen Serien. 2020 führte ihn die „Irish Times“ auf Platz 27 ihrer Liste der größten irischen Filmschauspieler aller Zeiten.

MerkmalAngabe
Geboren18. Oktober 1992 in Dublin (Irland)
BerufIrischer Schauspieler
AktivSeit 2011
Durchbruch„Dunkirk“ und „The Killing of a Sacred Deer“ (beide 2017)
Größte AuszeichnungenBAFTA Award 2023, Oscar-Nominierung 2023, zwei Golden-Globe-Nominierungen
Bekannteste RollenOliver Quick, Dominic Kearney, Druig, Martin Lang

Filme von Barry Keoghan im Überblick

Die Auswahl zeigt die wichtigsten Filme und Serien seiner Karriere – vom irischen Kino bis zum Hollywood-Erfolg:

Film / SerieJahrRolle
’712014Sean Bannon
The Killing of a Sacred Deer2017Martin Lang
Dunkirk2017George Mills
American Animals2018Spencer Reinhard
Chernobyl (Miniserie)2019Pavel
Eternals2021Druig
The Batman2022Joker
The Banshees of Inisherin2022Dominic Kearney
Saltburn2023Oliver Quick
Top Boy (Serie)2023Jonny
Masters of the Air (Miniserie)2024Curtis Biddick
Bird2024Bug

Wie gelang Barry Keoghan 2017 der Durchbruch?

2017 wurde zum Schicksalsjahr: In Christopher Nolans Kriegsfilm „Dunkirk“ spielte Keoghan den jungen zivilen Seemann George Mills, der mit einem Freizeitboot zur Evakuierung der britischen Soldaten aus Dünkirchen aufbricht. Fast parallel dazu erschien Yorgos Lanthimos‘ Thriller „The Killing of a Sacred Deer“, in dem Keoghan als Martin Lang einen Teenager spielt, der sich unheimlich in das Leben eines Herzchirurgen und seiner Familie drängt. Zwei gegensätzlichere Rollen sind kaum denkbar – der sanfte Junge aus „Dunkirk“ und der eisig ruhige Martin, dessen Höflichkeit von Minute zu Minute bedrohlicher wirkt. Für „The Killing of a Sacred Deer“ wurde Keoghan mit dem Irish Film and Television Academy Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet, und Hollywood hatte einen neuen Namen auf dem Zettel.

Barry Keoghan bei der Premiere von Dunkirk
Barry Keoghan bei der Weltpremiere von „Dunkirk“ – Foto: Foxy59, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Warum wurde „Saltburn“ zum Kultfilm?

In Emerald Fennells Thriller „Saltburn“ (2023) spielt Keoghan seine bislang wohl bekannteste Rolle: den Stipendiaten Oliver Quick, der an der Universität Oxford den reichen Felix Catton kennenlernt und den Sommer auf dessen herrschaftlichem Familienanwesen Saltburn verbringt. Was als Geschichte über Klassenunterschiede beginnt, entwickelt sich zu einer dunklen Erzählung über Verlangen und Besessenheit, deren verstörende Szenen in den sozialen Medien millionenfach diskutiert wurden.

Unvergessen bleibt die Schlussszene, in der Oliver zu Sophie Ellis-Bextors „Murder on the Dancefloor“ durch das leere Anwesen tanzt – der Song wurde Anfang 2024, über zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung, erneut zum Charthit. „Saltburn“ wurde so zum Streaming-Phänomen und machte Keoghan endgültig zum Star – bei den Golden Globe Awards 2024 war er für die Rolle als bester Hauptdarsteller in einem Drama nominiert. Wer Keoghan nur aus dieser einen Rolle kennt, unterschätzt seine Bandbreite: Vom Oliver Quick zum verletzlichen Dominic in „The Banshees of Inisherin“ ist es ein weiter Weg.

Was macht „The Banshees of Inisherin“ so besonders?

In Martin McDonaghs preisgekrönter Tragikomödie „The Banshees of Inisherin“ (2022) spielt Keoghan den einfältigen Dominic Kearney, den vielleicht einzigen wirklich unschuldigen Menschen auf einer kleinen irischen Insel, auf der eine zerbrochene Freundschaft in Gewalt umschlägt. An der Seite von Colin Farrell und Brendan Gleeson stiehlt Keoghan mit wenigen, herzzerreißenden Szenen beinahe den ganzen Film. Die Anerkennung war enorm: Er gewann den BAFTA Award als bester Nebendarsteller und wurde für den Oscar und den Golden Globe in derselben Kategorie nominiert. „The Banshees of Inisherin“ gilt vielen Kritikern als der Film, der Keoghan endgültig in der ersten Liga der Charakterdarsteller verankerte.

Barry Keoghan in Dublin 2020
Barry Keoghan beim Dublin International Film Festival 2020 – Foto: Dublin International Film Festival, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Welche Rolle spielt Barry Keoghan im Marvel-Universum?

Auch im Blockbuster-Kino ist Keoghan präsent: In „Eternals“ (2021) spielt er Druig, einen der unsterblichen Eternals, der die Gedanken anderer Menschen kontrollieren kann und sich von seiner eigenen Gruppe entfremdet hat – eine der moralisch zwiespältigsten Figuren des Films, ganz im Keoghan-Stil. Während die anderen Eternals über die Jahrhunderte unter den Menschen lebten, zog sich Druig mit einer von ihm gelenkten Gemeinschaft in den Amazonas-Regenwald zurück, weil er das Leid der Menschheit nicht mehr ertragen konnte – ein Konflikt, der dem Marvel-Film seine nachdenklichsten Szenen gibt.

Kurz darauf folgte ein Auftritt, der für Gesprächsstoff sorgte: In „The Batman“ (2022) ist er in einer kurzen Szene als Joker zu sehen. Eine längere Szene mit ihm schaffte es nicht in die Kinofassung und wurde später vom Studio gesondert veröffentlicht – seitdem spekulieren Fans, ob und wann Keoghan als Joker zurückkehren wird. Bestätigt ist dazu bislang nichts.

Was macht Barry Keoghans Spiel so besonders?

Keoghan hat sich eine Nische erobert, die im Kino selten geworden ist: Er spielt Figuren, bei denen man nie ganz sicher ist, ob man sie umarmen oder vor ihnen weglaufen sollte. Oft sind es junge Männer mit einer Verletzlichkeit, unter der etwas Dunkles lauert – der unheimlich höfliche Martin in „The Killing of a Sacred Deer“, der bewundernde und zugleich berechnende Oliver in „Saltburn“, der gedankenkontrollierende Außenseiter Druig in „Eternals“. Regisseure wie Christopher Nolan, Yorgos Lanthimos, Martin McDonagh und Emerald Fennell besetzen ihn genau dafür.

Dass er trotzdem auch den warmherzigen, schlichten Dominic in „The Banshees of Inisherin“ so überzeugend spielen kann, zeigt seine Spannweite – und erklärt, warum kaum ein Jahr vergeht, in dem Keoghan nicht in einem der meistdiskutierten Filme der Saison auftaucht.

Welche weiteren Filme von Barry Keoghan lohnen sich?

Schon seine frühen Filme zeigen die Handschrift seiner Karriere. In „’71“ (2014) spielt er den jungen Soldaten Sean Bannon, der während des Nordirlandkonflikts nach einem Einsatz von seiner Einheit getrennt wird und eine Nacht lang allein in Belfast überleben muss – ein intensiver Thriller, der in Deutschland viele Preise gewann. „American Animals“ (2018) erzählt als halbdokumentarischer Heist-Film die wahre Geschichte eines spektakulären Raubs seltener Bücher an einer Universität; Keoghan spielt Spencer Reinhard, einen der vier Studenten, die den Überfall planten.

Im selben Jahr war er im irischen Historienfilm „Black ’47“ zu sehen, der während der großen Hungersnot in Irland spielt. In der gefeierten Miniserie „Chernobyl“ (2019) verkörpert er den jungen Liquidator Pavel, der nach der Reaktorkatastrophe zum Aufräumeinsatz eingezogen wird, und für das irische Krimi-Drama „Shadow of Violence“ („Calm with Horses“, 2019), in dem er an der Seite eines ehemaligen Boxers in die Kriminalität abrutscht, erhielt er eine BAFTA-Nominierung als bester Nebendarsteller. In David Lowerys Fantasyfilm „The Green Knight“ (2021) hat er einen kurzen, einprägsamen Auftritt als Plünderer, der dem Helden Gawain auflauert.

2024 wurde ein besonders produktives Jahr: In der aufwendigen Apple-Serie „Masters of the Air“, die von den Machern von „Band of Brothers“ stammt, spielte er den Offizier Curtis Biddick der 100th Bomb Group, deren Bomberbesatzungen im Zweiten Weltkrieg über Europa flogen.

In Andrea Arnolds Drama „Bird“, das bei den Filmfestspielen von Cannes 2024 Premiere feierte, übernahm er die Hauptrolle des jungen Vaters Bug, der mit seinen Kindern in einem besetzten Haus in Kent lebt und zwischen Verantwortung und Überforderung schwankt – an seiner Seite debütierte die junge Nykiya Adams. Auch im düsteren Rache-Thriller „Bring Them Down“ von Regisseur Chris Andrews, der im ländlichen Irland spielt, spielte er eine Hauptrolle.

Bereits 2023 war er in der letzten Staffel der gefeierten Gangsterserie „Top Boy“ als Jonny zu sehen, 2025 folgte der Film „Hurry Up Tomorrow“. In seiner Filmografie stehen für 2026 außerdem „Crime 101″ und der „Peaky Blinders“-Film „The Immortal Man“.

Barry Keoghan im Jahr 2024
Barry Keoghan bei einer Sondervorführung von „Masters of the Air“ 2024 – Foto: Austin Pate (U.S. Air Force), Public domain, via Wikimedia Commons

Wo kann man die Filme von Barry Keoghan streamen?

„Saltburn“, sein bekanntester Film, ist bei Prime Video zu Hause. Wer „Eternals“ sehen will, wird bei Disney+ fündig, wo auch „The Banshees of Inisherin“ abrufbar ist. Die Weltkriegsserie „Masters of the Air“ läuft exklusiv bei Apple TV+, und die Miniserie „Chernobyl“ ist in Deutschland über Sky und WOW verfügbar. Ältere Filme wie „Dunkirk“ oder „The Killing of a Sacred Deer“ wechseln regelmäßig den Anbieter und sind durchgehend als Kauf- oder Leihversion bei den digitalen Shops erhältlich. Auch „Dunkirk“ taucht immer wieder in den Katalogen der großen Streaminganbieter und in den Mediatheken der Fernsehsender auf. Weil sich die Kataloge laufend ändern, lohnt sich vorab ein kurzer Check beim jeweiligen Dienst.

Barry Keoghan mit Nykiya Adams in Toronto 2024
Barry Keoghan mit Nykiya Adams, seiner jungen Co-Darstellerin aus „Bird“, beim Toronto International Film Festival 2024 – Foto: Sara Komatsu, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen zu Filme von Barry Keoghan

Für welchen Film war Barry Keoghan für den Oscar nominiert?

Für seine Nebenrolle als Dominic Kearney in „The Banshees of Inisherin“ wurde er 2023 für den Oscar nominiert. Den BAFTA Award als bester Nebendarsteller gewann er für denselben Film.

Spielt Barry Keoghan wirklich den Joker?

Ja – in „The Batman“ (2022) hat er einen kurzen Auftritt als Joker. Eine längere Szene mit ihm wurde aus der Kinofassung geschnitten und später separat veröffentlicht. Ob er die Rolle in weiteren Filmen spielt, ist nicht bestätigt.

Was ist der bekannteste Film von Barry Keoghan?

Beim breiten Publikum ist es „Saltburn“ (2023), in dem er den Oliver Quick spielt. Bei Kritikern gelten „The Killing of a Sacred Deer“ (2017) und „The Banshees of Inisherin“ (2022) als seine stärksten Leistungen.

Woher kommt Barry Keoghan?

Er wurde 1992 in Dublin geboren und ist irischer Schauspieler. Seine Karriere begann 2011 mit irischen Film- und Fernsehproduktionen.

In welcher Serie spielt Barry Keoghan einen Bomberoffizier?

In der Apple-TV+-Serie „Masters of the Air“ (2024) spielt er Curtis Biddick, einen Offizier der 100th Bomb Group im Zweiten Weltkrieg.

Welche neuen Filme von Barry Keoghan sind angekündigt?

In seiner Filmografie stehen für 2026 die Titel „Crime 101″ und „Peaky Blinders – The Immortal Man“, der Kinofilm zur Erfolgsserie.

Spielt Barry Keoghan in der Serie „Peaky Blinders“ mit?

In der Serie selbst war er nicht zu sehen. Für den Kinofilm „Peaky Blinders – The Immortal Man“ (2026) steht er jedoch in seiner Filmografie – Fans dürfen gespannt sein, welche Rolle er im Birmingham der Peaky Blinders übernimmt.

Welche Auszeichnung gewann Barry Keoghan schon vor seinem BAFTA-Triumph?

Für „The Killing of a Sacred Deer“ wurde er 2018 mit dem Irish Film and Television Academy Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Für „Shadow of Violence“ folgte 2021 eine BAFTA-Nominierung, bevor er den Preis 2023 für „The Banshees of Inisherin“ gewann.

Quellen: Wikipedia „Barry Keoghan“ (Abruf: 29. Oktober 2026), Auszeichnungsübersicht im selben Artikel sowie die Wikipedia-Filmartikel zu „Saltburn“ und „The Banshees of Inisherin“. Alle Angaben zu Rollen, Jahren und Auszeichnungen stammen aus diesen zitierfähigen Quellen.