In dieser Geschichte
- Inhaltsverzeichnis
- Daniel Strasser im Überblick: Die wichtigsten Fakten in der Tabelle
- Ausbildung: Vom Waldorfschüler ans Mozarteum Salzburg
- Burgtheater Wien: Romeo, „Die Möwe“ und zwei Nestroy-Nominierungen
- Der Weg ins Fernsehen: Polizeiruf 110, „Charité“ und historische Rollen
- Tatort Saarbrücken: Adam Schürk und das Team mit Leo Hölzer
- Kino: Von „Egon Schiele“ bis „A Pure Place“
- Privatleben: Drei Kinder und bewusst wenig Öffentlichkeit
- Auszeichnungen und Nominierungen
- Häufige Fragen zu Daniel Strasser
- Fazit
Daniel Strasser – in korrekter Schreibweise Daniel Sträßer – gehört zu den markantesten Gesichtern des jungen deutschen Fernsehens. Seit 2020 ermittelt er als Hauptkommissar Adam Schürk im Saarbrücker „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks, an der Seite von Vladimir Burlakov als Leo Hölzer. Doch bevor der gebürtige Saarländer zum TV-Kommissar wurde, hatte er längst eine beachtliche Theaterkarriere hingelegt: Als Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters spielte er den Romeo in Shakespeares „Romeo und Julia“ und wurde gleich zweimal für den Nestroy-Theaterpreis nominiert. Dazu kommen Kinorollen in „Egon Schiele: Tod und Mädchen“, „Jeder stirbt für sich allein“ an der Seite internationaler Stars sowie die historische Rolle des Heinrich von Minckwitz in der ARD-Erfolgsserie „Charité“. Dieser Überblick zeigt, wie aus dem Waldorfschüler aus Völklingen einer der gefragtesten Schauspieler seiner Generation wurde.
Daniel Sträßer – Foto: Niklas Vogt, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Inhaltsverzeichnis
Daniel Strasser im Überblick: Die wichtigsten Fakten in der Tabelle
| Fakt | Angabe |
| Voller Name | Daniel Sträßer |
| Geboren | 18. Juli 1987 in Völklingen (Saarland) |
| Beruf | Schauspieler (Theater, Film und Fernsehen) |
| Ausbildung | Schauspielstudium an der Universität Mozarteum Salzburg (2007–2011/12) |
| Bekannt als | Hauptkommissar Adam Schürk im „Tatort“ Saarbrücken |
| Tatort-Partner | Vladimir Burlakov als Leo Hölzer |
| Theater | Ehemaliges Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters |
| Weitere bekannte Rollen | Heinrich von Minckwitz in „Charité“, Godehard van Keuken in „Aufbruch“ |
| Familie | Drei Kinder, liiert |
Ausbildung: Vom Waldorfschüler ans Mozarteum Salzburg
Daniel Sträßer wurde am 18. Juli 1987 in Völklingen im Saarland geboren. Schon als Schüler einer Waldorfschule bekam er die Chance, auf der Bühne zu stehen – eine Erfahrung, die seinen Berufswunsch früh festigte. Nach der Schulzeit zog es ihn nach Österreich: Ab 2007 studierte er Schauspiel an der Universität Mozarteum Salzburg und schloss das Studium im Studienjahr 2011/2012 ab.
Schon während der Ausbildung sammelte er professionelle Bühnenerfahrung. 2009 engagierte ihn Klang 21 für das Taschenopernfestival Salzburg: In der Musiktheaterproduktion „Mahlzeit“ von Hans-Peter Jahn spielte er unter der Regie von Thierry Bruehl. Hinzu kamen Uni-Produktionen wie Heiner Müllers „Medeamaterial“, „Hermes in der Stadt“ von Trolle, „De Niros Game“ nach Rawi Hage und Martin Crimps „Angriffe auf Anne“. 2011 wirkte er außerdem bei den Salzburger Festspielen in „Ein Sommernachtstraum“ mit. Als seine Mentoren am Mozarteum nennt Sträßer den früheren Schauspiel-Leiter Uwe Berend sowie den Gastdozenten und späteren Professor Kai Ohrem. In dieser Zeit erarbeitete er sich ein Rollenspektrum von Goethe bis zu zeitgenössischen Autoren wie Martin Crimp – das Fundament für seine spätere Vielseitigkeit zwischen Klassikern und modernen Stoffen.
Burgtheater Wien: Romeo, „Die Möwe“ und zwei Nestroy-Nominierungen
Der entscheidende Karriereschritt folgte noch vor dem Studienabschluss: 2011 wurde Sträßer bei einer Uni-Produktion im Rahmen des Hamburger Nachwuchs-Wettbewerbs vom Chefdramaturgen des Wiener Burgtheaters entdeckt. Sein Debüt an einer der wichtigsten deutschsprachigen Bühnen gab er ausgerechnet in der Titelrolle von Shakespeares „Romeo und Julia“ – als Romeo, inszeniert von David Bösch. Die Rolle brachte ihm 2012 eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis als bester Nachwuchsschauspieler ein.
In den folgenden Spielzeiten gehörte Sträßer fest zum Ensemble des Burgtheaters und spielte unter renommierten Regisseurinnen und Regisseuren: Harry in „Wastwater“ von Simon Stephens (Regie: Stephan Kimmig), Rosenkranz in „Hamlet“ (Regie: Andrea Breth), den Ficsur in Franz Molnárs „Liliom“ (Regie: Barbara Frey) und den Sohn in Peter Handkes „Wunschloses Unglück“ (Regie: Katie Mitchell). Für seine Darstellung des Konstantin in Anton Tschechows „Die Möwe“ (Regie: Jan Bosse) wurde er 2014 erneut für den Nestroy-Theaterpreis nominiert – diesmal in der Kategorie Bester Schauspieler.
Ein Höhepunkt seiner Wiener Zeit war die Spielzeit 2013/2014 mit der Zeitzeugenproduktion „Die letzten Zeugen“ von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann. Das Stück, das sich auf die Novemberpogrome 1938 bezog, fand bei Publikum und Presse hohe Anerkennung und wurde zum Berliner Theatertreffen 2014 eingeladen – eine der größten Auszeichnungen, die eine deutschsprachige Theaterproduktion erhalten kann. Später folgten weitere Bühnenengagements, unter anderem am Staatsschauspiel Dresden (2016) und am Schauspielhaus Zürich (2017–2018). Die Theaterbühne blieb für Sträßer damit auch nach seinem Wechsel ins Fernsehen ein wichtiger Teil seines Berufslebens, auch wenn der Schwerpunkt seiner Arbeit heute klar bei Film und Fernsehen liegt.

Der Weg ins Fernsehen: Polizeiruf 110, „Charité“ und historische Rollen
Parallel zum Theater baute Sträßer ab Mitte der 2010er Jahre seine Film- und Fernsehkarriere auf. Sein Kinodebüt gab er 2014 in „Der letzte Tanz“ von Houchang Allahyari; im selben Jahr war er in „Schönefeld Boulevard“ zu sehen. Ein erstes Ausrufezeichen im Fernsehen setzte er 2015 im „Polizeiruf 110: Kreise“: Regisseur Christian Petzold besetzte ihn als verdächtigen Sohn eines Mordopfers – eine Rolle, mit der er in der deutschen Krimilandschaft erstmals einem breiten Publikum auffiel. Ebenfalls 2015 spielte er in der WDR/ARD-Degeto-Verfilmung „Aufbruch“ nach dem gleichnamigen Roman von Ulla Hahn: Als Godehard van Keuken, der wohlhabende Freund der von Anna Fischer gespielten Hauptfigur Hilla Palm, stand er neben Margarita Broich und Ulrich Noethen vor der Kamera.
2016 folgten gleich mehrere Produktionen mit historischen Stoffen. In der Ken-Follett-Verfilmung „Die Pfeiler der Macht“ („A Dangerous Fortune“) unter Regie von Christian Schwochow gehörte er als Cousin der Hauptfigur zur Kernbesetzung. In „Egon Schiele: Tod und Mädchen“ verkörperte er Erwin Dom Osen, den engen Freund des Malers Egon Schiele, und in „Lou Andreas-Salomé“ spielte er den Arzt und Psychoanalytiker Friedrich Pineles. Im selben Jahr war er im internationalen Kinofilm „Jeder stirbt für sich allein“ (englisch: „Alone in Berlin“) zu sehen.
Bemerkenswert an „Aufbruch“ ist auch die Regie: Inszeniert wurde der Zweiteiler von Hermine Huntgeburth, einer der profiliertesten deutschen Fernsehregisseurinnen. Der Drehstart im Beisein der Besetzung – darunter Sträßer, Anna Fischer, Margarita Broich und Ulrich Noethen – wurde 2015 in Köln präsentiert. Für Sträßer war die Rolle des Godehard van Keuken, eines wohlhabenden jungen Mannes aus gutem Hause, ein früher Beleg dafür, dass er auch in großen Ensemble-Produktionen neben etablierten Stars bestehen kann. Nur wenige Jahre später sollte er selbst derjenige sein, dessen Name als Erster auf dem Besetzungszettel einer der größten deutschen Krimireihen steht.
2017 übernahm Sträßer erneut eine historische Rolle – diesmal in einer der erfolgreichsten deutschen Serienproduktionen: In der ARD-Serie „Charité“, die im Berlin des späten 19. Jahrhunderts spielt, verkörperte er den Richter und Politiker Heinrich von Minckwitz. Es folgten unter anderem „Charlotte Link – Die Betrogene“ (2018) und 2020 die Sky-Horrorserie „Hausen“, in der er die Figur Scherbe spielte, sowie der Fernsehfilm „Ein Schritt zu viel“. Damit hatte sich Sträßer als wandlungsfähiger Darsteller etabliert, der in Krimis, Historienstoffen und Genreserien gleichermaßen zu Hause ist.

Tatort Saarbrücken: Adam Schürk und das Team mit Leo Hölzer
Im März 2019 gab der Saarländische Rundfunk bekannt, wer die neuen Hauptkommissare des Saarbrücker „Tatort“ werden: Daniel Sträßer und Vladimir Burlakov. Für den gebürtigen Völklinger Sträßer war es eine Rückkehr in die Heimatregion – und der endgültige Durchbruch beim ganz großen Fernsehpublikum. Als Hauptkommissar Adam Schürk bildet er mit Burlakovs Leo Hölzer ein Ermittlerduo, das sich von vielen anderen Tatort-Teams unterscheidet: Die beiden Figuren verbindet eine gemeinsame, belastete Vergangenheit, die sich wie ein roter Faden durch die Fälle zieht.
Die Premiere feierte das Team am 13. April 2020 mit der Folge „Das fleißige Lieschen“. Es folgten „Der Herr des Waldes“ (2021), „Das Herz der Schlange“ (2022), „Die Kälte der Erde“ (2023), „Der Fluch des Geldes“ (2024), „Das Ende der Nacht“ (2025) und „Das Böse in dir“ (2026). In Interviews zum Start des Teams betonte Sträßer, wie sehr ihn die Reichweite des Formats beeindruckt: So gut wie jeder kenne den „Tatort“ und habe eine Haltung dazu.
Bemerkenswert ist auch sein privates Netzwerk unter den Tatort-Kollegen seiner Generation: Seine langjährige Freundin Jasna Fritzi Bauer wurde zeitgleich Kommissarin im Bremer „Tatort“, seine Freundin Carol Schuler übernahm die Ermittlungen im Zürcher „Tatort“, und mit Corinna Harfouch, die in Berlin ermittelt, stand er bereits gemeinsam vor der Kamera.
Kino: Von „Egon Schiele“ bis „A Pure Place“
Auch auf der Kinoleinwand blieb Sträßer präsent. In der Beziehungsgeschichte „La Palma“ (2019) übernahm er eine Hauptrolle: Der Film erzählt von einem Paar, das im Urlaub in ein bizarres Rollenspiel abgleitet, und wurde auf Festivals ausgezeichnet. In Visar Morinas Bullying-Drama „Exil“ (2020) war er in einer kleineren Nebenrolle zu sehen. 2021 startete „A Pure Place“ in den Kinos, in dem Sträßer ein Mitglied einer bizarren Sekte spielt.
Zu seinen jüngeren Arbeiten zählen die internationale Serie „Funeral for a Dog“ (2022), in der er die Rolle des Felix Blaumeiser übernahm, der ZDF-Film „Conti – Meine zwei Gesichter“ (2023) als Matt Westphal, „Blindgänger“ (2024) sowie 2025 der Fernsehfilm „Die Nichte des Polizisten“ und das Märchenformat „Sechs auf einen Streich – Das Märchen vom Schwanensee“. Für 2026 sind unter anderem „Sarah Kohr – Bis auf den Grund“ und der „Havelland-Krimi – Hinter der Fassade“ gelistet. Die Mischung aus Tatort-Dauerpräsenz, Fernsehfilmen und anspruchsvollen Kinoproduktionen macht Sträßer zu einem der beständigsten Schauspieler seines Jahrgangs.

Privatleben: Drei Kinder und bewusst wenig Öffentlichkeit
Über sein Privatleben spricht Daniel Sträßer nur selten – und wenn, dann dosiert. Bekannt ist aus öffentlichen Quellen: Er hat drei Kinder und ist liiert. Mehr Details zu seiner Familie hält der Schauspieler konsequent aus der Öffentlichkeit heraus. Statt Homestorys und Social-Media-Inszenierungen stehen bei ihm die Rollen im Vordergrund – Interviews drehen sich fast immer um seine aktuellen Projekte, vom Tatort bis zum Theater. Gerade diese Zurückhaltung passt zu seinem Image als ernsthafter Charakterdarsteller, der den Beruf vom Privatleben trennt.
Auszeichnungen und Nominierungen
- 2012: Nestroy-Theaterpreis – Nominierung als Bester Nachwuchsschauspieler für den Romeo in „Romeo und Julia“ am Burgtheater Wien
- 2014: Nestroy-Theaterpreis – Nominierung als Bester Schauspieler für den Konstantin in „Die Möwe“ am Burgtheater Wien
- 2014: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit der Burgtheater-Produktion „Die letzten Zeugen“
Häufige Fragen zu Daniel Strasser
Wie alt ist Daniel Strasser? Daniel Sträßer wurde am 18. Juli 1987 in Völklingen geboren. Er ist damit 39 Jahre alt (Stand: Oktober 2026).
Wen spielt Daniel Strasser im Tatort? Im „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks spielt er den Hauptkommissar Adam Schürk aus Saarbrücken. Sein Ermittlerpartner ist Leo Hölzer, gespielt von Vladimir Burlakov. Das Team startete 2020 mit der Folge „Das fleißige Lieschen“.
Wo hat Daniel Strasser Schauspiel studiert? Er studierte von 2007 bis 2011/2012 Schauspiel an der Universität Mozarteum Salzburg. Noch während des Studiums wurde er ans Wiener Burgtheater engagiert.
Welche Rolle spielte Daniel Strasser in „Charité“? In der ARD-Serie „Charité“ (2017) verkörperte er die historische Figur Heinrich von Minckwitz, einen Richter und Politiker.
Ist Daniel Strasser verheiratet? Öffentlich bekannt ist, dass Daniel Sträßer liiert ist und drei Kinder hat. Weitere Details zu seiner Familie hält er privat.
In welchen Polizeiruf- und Krimi-Formaten war Daniel Strasser sonst zu sehen? Neben dem „Tatort“ spielte er 2015 im „Polizeiruf 110: Kreise“ unter der Regie von Christian Petzold den Sohn eines Mordopfers.
Fazit
Daniel Strasser hat einen Karriereweg hingelegt, der im deutschen Schauspielgeschäft selten geworden ist: klassische Ausbildung am Mozarteum, Entdeckung durch das Burgtheater, Romeo auf einer der größten Bühnen Europas – und von dort der Wechsel ins Fernsehen, wo er sich über historische Rollen und anspruchsvolle Fernsehfilme schließlich bis zum Tatort-Kommissar spielte. Als Adam Schürk gehört er heute zu den bekanntesten Ermittlergesichtern des Landes, ohne seine künstlerische Bandbreite vom Kino bis zur Serie aufzugeben. Wer wissen möchte, wie es mit dem Saarbrücker Team weitergeht, darf sich auf die nächste Folge „Das Böse in dir“ (2026) freuen.
Quellen: Wikipedia „Daniel Sträßer“ (Abruf: 29. Oktober 2026), filmportal.de Personenprofil Daniel Sträßer, Saarländischer Rundfunk / FAZ zur Tatort-Besetzung 2019, spot on news Interview zum Tatort-Start 2020. Alle Angaben beschränken sich auf öffentlich bestätigte Fakten.



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