In dieser Geschichte
- Inhaltsverzeichnis
- Sebastian Ströbel im Steckbrief: Die wichtigsten Fakten in der Tabelle
- Kindheit und Ausbildung: Berge seit Kindertagen
- Debüt und erste Rollen: Von „Kommissar Rex“ bis „Abgefahren“
- Durchbruch als Jan Brenner: „Countdown – Die Jagd beginnt“
- Sebastian Ströbel in „Die Bergretter“: Markus Kofler seit 2014
- Abenteurer für „Terra X“: Arktis-Buch und ein 6.000er in Bolivien
- Weitere Projekte: Podcast, Komödien und Gastrollen
- Filmografie im Überblick: Die wichtigsten Stationen in der Tabelle
- Privatleben: Ehefrau Kristina, vier Töchter und das Pendeln nach Hamburg
- Häufige Fragen zu Sebastian Ströbel
Seit 2014 hängt er für das ZDF an steilen Felswänden, seilt Verunglückte ab und leitet die Bergrettung in der Ramsau: Sebastian Ströbel ist als Markus Kofler in „Die Bergretter“ einer der beliebtesten Seriengesichter Deutschlands.
Doch der Schauspieler, geboren am 2. Februar 1977 in Karlsruhe – sein Name wird korrekt Sebastian Ströbel geschrieben –, hat weit mehr zu bieten als die Rolle des Bergretters: Er ermittelte drei Jahre lang als Kommissar Jan Brenner, drehte für „Terra X“ in der Arktis und bestieg einen 6.000er in den Anden. Dieser Überblick zeigt seine Karriere von der Ausbildung am Mozarteum bis zur 18. Bergretter-Staffel – plus die bestätigten Fakten zu Familie und Privatleben.
„Sebastian Ströbel als Kriminalhauptkommissar Jan Brenner in ‚Countdown – Die Jagd beginnt‘ – Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons“
Inhaltsverzeichnis
Sebastian Ströbel im Steckbrief: Die wichtigsten Fakten in der Tabelle
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Geboren | 2. Februar 1977 in Karlsruhe |
| Beruf | Schauspieler und Autor |
| Ausbildung | Mozarteum Salzburg (bis 1999) |
| Größe | 1,84 Meter |
| Bekannt als | Markus Kofler („Die Bergretter“), Jan Brenner („Countdown – Die Jagd beginnt“) |
| Beim ZDF | „Die Bergretter“ seit 2014 |
| Ehepartnerin | Kristina |
| Kinder | Vier Töchter |
| Wohnort | Hamburg |
Kindheit und Ausbildung: Berge seit Kindertagen
Sebastian Ströbel wurde in Karlsruhe geboren und verbrachte seine Kindheit unter anderem in Wuppertal. Er ist der jüngste von fünf Söhnen und entdeckte schon als Junge seine Faszination fürs Gebirge – eine Leidenschaft, die Jahrzehnte später seine bekannteste Rolle prägen sollte.
Sein Abitur machte er am Spohn-Gymnasium in Ravensburg, danach absolvierte er bis 1999 eine Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg, einer der ältesten und angesehensten Musik- und Theaterhochschulen im deutschsprachigen Raum. Die Nähe zu den Alpen war damit schon während der Ausbildung gegeben – Salzburg liegt schließlich vor den Toren der Berge, in denen Ströbel heute fürs Fernsehen rettet.
Debüt und erste Rollen: Von „Kommissar Rex“ bis „Abgefahren“
Sein Bildschirmdebüt gab Sebastian Ströbel 1998 an der Seite von Tobias Moretti in einer Folge der Krimireihe „Kommissar Rex“ („Tod eines Schülers“) – ein Start, wie ihn sich viele junge Schauspieler wünschen. Von 2000 bis 2001 spielte er die Rolle des Max Lindner in der Vorabendserie „Powder Park“ („Plötzlich erwachsen!“) und sammelte damit erste Erfahrung als Seriengesicht.
2003 übernahm er an der Seite von Alexandra Maria Lara die Hauptrolle im Kurzfilm „Leise Krieger“ von Alex Dierbach. 2004 folgte der Kinoauftritt in der Komödie „Abgefahren – Mit Vollgas in die Liebe“, in der er neben Felicitas Woll die Hauptrolle spielte; im selben Jahr war er auch in „Mädchen, Mädchen 2 – Loft oder Liebe“ zu sehen. 2007 spielte er an der Seite von Yvonne Catterfeld im Fernsehfilm „Wenn Liebe doch so einfach wär'“, 2008 folgte der Mystery-Thriller „Gonger – Das Böse vergisst nie“, dessen Fortsetzung „Gonger 2″ 2010 erschien.
Dazwischen lagen zahlreiche Gastauftritte in Reihen wie „Alarm für Cobra 11″, „Im Namen des Gesetzes“ und „Polizeiruf 110″, dazu Serienrollen in „Arme Millionäre“ (2006) und „Verrückt nach Clara“ (2007). Ströbel hatte sich bis dahin als vielseitiger Darsteller etabliert, dem der große Durchbruch noch bevorstand.

Durchbruch als Jan Brenner: „Countdown – Die Jagd beginnt“
Der Durchbruch kam 2010: Ab dem 14. Januar 2010 war Sebastian Ströbel in drei Staffeln der RTL-Serie „Countdown – Die Jagd beginnt“ in der Hauptrolle als Kriminalhauptkommissar Jan Brenner zu sehen – ein Ermittler, der Fälle buchstäblich im Wettlauf gegen die Zeit lösen musste, denn jede Folge spielte sich in einem rückwärts tickenden Zeitfenster ab. An seiner Seite spielte Chiara Schoras als Kriminaloberkommissarin Leonie Bongartz. Insgesamt entstanden 24 Folgen, die Ströbel endgültig als Serienhauptdarsteller etablierten.
Präsenz zeigte er 2010 auch anderswo: Im Musikvideo zu „Spinner“ der Band Revolverheld spielte er einen Weltenbummler, und ab Juli 2010 war er zusammen mit Inez Bjørg David und Samuel Finzi das Gesicht einer Werbekampagne des Versicherers ERGO. 2011 folgte der Fernsehfilm „Isenhart – Die Jagd nach dem Seelenfänger“. Die „Countdown“-Jahre gelten bis heute als sein Sprungbrett – vom gefragten Nebendarsteller zum Mann für die erste Reihe.

Sebastian Ströbel in „Die Bergretter“: Markus Kofler seit 2014
2014 übernahm Sebastian Ströbel die Rolle, die ihn endgültig zum Publikumsliebling machte: In der ZDF-Serie „Die Bergretter“ spielt er Markus Kofler, den Leiter der Bergrettung in der Ramsau am Dachstein. Kofler führt das Rettungsteam, trifft in Extremsituationen die Entscheidungen und steht im Zentrum der emotionalen Geschichten, die jede Folge neben den spektakulären Rettungseinsätzen erzählt.
Die Serie ist ein Dauerbrenner des ZDF: Gedreht wird jedes Jahr rund sechs Monate vor der Kulisse des Dachsteins, regelmäßig schalten rund fünf Millionen Zuschauer ein. Im Herbst 2026 startete bereits die 18. Staffel – Ströbel ist damit seit über einem Jahrzehnt das Gesicht der Bergrettung.
In einem Prisma-Interview sagte er über seine Rolle: „Ich liebe meine Rolle und empfinde es als großes Geschenk – auch durch den Austausch mit den Menschen, die das genauso leben und schätzen.“ Die Arbeit am Berg verlangt den Darstellern auch körperlich einiges ab: Viele Szenen entstehen in echtem alpinem Gelände, wo Ströbels eigene Bergbegeisterung und Sportlichkeit gefragt sind – er gilt privat als begeisterter Skifahrer und Snowboarder.

Abenteurer für „Terra X“: Arktis-Buch und ein 6.000er in Bolivien
Dass seine Bergliebe kein Serienimage ist, bewies Sebastian Ströbel abseits der „Bergretter“: Für die ZDF-Reihe „Terra X“ bereiste er den hohen Norden und stand für die zweiteilige Dokumentation „Meine Arktis“ vor der Kamera. Gemeinsam mit Kathrin Thoma veröffentlichte er dazu das gleichnamige Begleitbuch „Meine Arktis“, in dem er von den Expeditionen in die Polarregion, den Menschen, die dort leben, und den sichtbaren Folgen des Klimawandels erzählt – schon als kleiner Junge hatte er von den Entdeckern des ewigen Eises geträumt.
Noch extremer wurde es in den Anden: Für „Terra X“ bestieg Ströbel den Huayna Potosí in Bolivien, einen über 6.000 Meter hohen Gipfel. Im Interview mit der Agentur teleschau beschrieb er den Aufstieg als mentale Zerreißprobe: „Das Schwierigste war wirklich die mentale Stärke“, sagte er – und: „Wir hatten nur einen Versuch, um hochzukommen.“ Um Mitternacht sei die Seilschaft mit Steigeisen über den Gletscher losgezogen. Solche Projekte zeigen die zweite Seite des Schauspielers: ein Abenteurer, der die Komfortzone Fernsehstudio bewusst verlässt und seine Naturleidenschaft auch dokumentarisch teilt.
Weitere Projekte: Podcast, Komödien und Gastrollen
Neben den „Bergrettern“ bleibt Sebastian Ströbel in anderen Formaten präsent. Von 2022 bis 2024 sprach er zusammen mit Johannes Strate und Freddy Radeke im Podcast „Zuckerbrot und Kneipe – Familie und so …“ über das Vatersein und den Familienalltag – ein Format, das zu seinem eigenen Leben als vierfacher Vater passt.
2023 war er im zweiteiligen Fernsehfilm „Herzstolpern“ zu sehen, dazu kommen Gastauftritte in Reihen wie „Der Alte“, „München Mord“ und „Nord Nord Mord“. Sein Werk umfasst inzwischen Dutzende Film- und Fernsehproduktionen – von der Romantikkomödie bis zum Krimi, wobei die Bergrettung seit 2014 der unbestrittene Mittelpunkt seiner Arbeit ist.

Filmografie im Überblick: Die wichtigsten Stationen in der Tabelle
Mehr als 25 Jahre Fernsehgeschichte stecken in Sebastian Ströbels Werkliste. Die folgende Auswahl zeigt den Weg vom Debüt bei „Kommissar Rex“ bis zur Bergrettung:
| Jahr | Produktion | Rolle / Anmerkung |
|---|---|---|
| 1998 | Kommissar Rex | Bildschirmdebüt, Folge „Tod eines Schülers“ |
| 2000–2001 | Powder Park (Plötzlich erwachsen!) | Max Lindner |
| 2004 | Abgefahren – Mit Vollgas in die Liebe | Hauptrolle an der Seite von Felicitas Woll |
| 2007 | Wenn Liebe doch so einfach wär‘ | Fernsehfilm mit Yvonne Catterfeld |
| 2008 | Gonger – Das Böse vergisst nie | Mystery-Thriller, Fortsetzung 2010 |
| 2010–2012 | Countdown – Die Jagd beginnt | Kriminalhauptkommissar Jan Brenner, 24 Folgen |
| 2011 | Isenhart – Die Jagd nach dem Seelenfänger | Fernsehfilm |
| 2013 | Helden – Wenn dein Land dich braucht | Fernsehfilm |
| 2014 | Cecelia Ahern – Zwischen Himmel und hier | Fernsehreihe |
| seit 2014 | Die Bergretter | Markus Kofler, Leiter der Bergrettung |
| 2015 | Hans im Glück | Fernsehfilm |
| 2018 | Der Wunschzettel | Fernsehfilm |
| 2020 | Kinder und andere Baustellen | Fernsehfilm |
| 2023 | Herzstolpern | Zweiteiler |
Auffällig ist die Spannbreite: Zwischen den großen Serienblöcken liegen immer wieder Fernsehfilme und Komödien, in denen Ströbel ganz andere Töne anschlägt als am Berg. Trotzdem bleibt die Rollenwahl bodenständig – der große Kinostar-Umweg war nie sein Weg; sein Publikum findet er seit jeher im Fernsehen, wo er über Jahrzehnte verlässlich präsent ist. Genau diese Verlässlichkeit ist es, die das ZDF seit 2014 mit der Dauerpräsenz in der Ramsau belohnt.
Privatleben: Ehefrau Kristina, vier Töchter und das Pendeln nach Hamburg
Privat lebt Sebastian Ströbel mit seiner Frau Kristina und den vier gemeinsamen Töchtern in Hamburg. Die Dreharbeiten zu den „Bergrettern“ finden ein halbes Jahr lang in Österreich statt – der Schauspieler pendelt für seine Familie also regelmäßig tausende Kilometer zwischen Dachstein und Hamburg, was er in Interviews als bewusste Priorität beschreibt: Die Familie stehe an erster Stelle, auch wenn der Beruf monatelange Abwesenheit bedeute.
Als Hahn im Korb unter fünf Frauen, wie er schmunzelnd erzählt wird, dürfte es zu Hause jedenfalls nicht langweilig werden.
Bekannt ist auch seine Fußball-Leidenschaft: Ströbel ist Anhänger des 1. FC Nürnberg. Zurückhaltend bleibt er bei Details aus dem Familienleben – Namen und Bilder seiner Töchter hält er aus der Öffentlichkeit heraus. Diese klare Grenze zwischen Beruf und Familie zieht er seit Jahren konsequent, was ihn für viele Fans umso bodenständiger wirken lässt.
Häufige Fragen zu Sebastian Ströbel
Wann und wo wurde Sebastian Ströbel geboren?
Sebastian Ströbel wurde am 2. Februar 1977 in Karlsruhe geboren. Er wuchs unter anderem in Wuppertal auf, machte sein Abitur in Ravensburg und studierte Schauspiel am Mozarteum in Salzburg.
Welche Rolle spielt Sebastian Ströbel in „Die Bergretter“?
Er spielt seit 2014 Markus Kofler, den Leiter der Bergrettung in der Ramsau am Dachstein. Die ZDF-Serie startete im Herbst 2026 in ihre 18. Staffel.
Was war der Durchbruch von Sebastian Ströbel?
Die Hauptrolle des Kriminalhauptkommissars Jan Brenner in der RTL-Serie „Countdown – Die Jagd beginnt“ (2010 bis 2012, 24 Folgen) machte ihn einem breiten Publikum bekannt.
Ist Sebastian Ströbel verheiratet?
Ja. Er ist mit seiner Frau Kristina verheiratet, das Paar hat vier Töchter und lebt in Hamburg.
Hat Sebastian Ströbel ein Buch geschrieben?
Ja. Gemeinsam mit Kathrin Thoma veröffentlichte er „Meine Arktis“, das Begleitbuch zur gleichnamigen zweiteiligen „Terra X“-Dokumentation über seine Reisen in die Polarregion.
War Sebastian Ströbel wirklich auf einem 6.000er?
Ja. Für „Terra X“ bestieg er den Huayna Potosí in Bolivien – im teleschau-Interview nannte er vor allem die mentale Stärke die größte Herausforderung dieser Extremtour.
Quellen: Wikipedia „Sebastian Ströbel“ (Abruf: 29. Oktober 2026), Joyn/Prisma-Steckbrief und Interview zu „Die Bergretter“, teleschau-Interview zur „Terra X“-Extremtour (Oktober 2026), ebook.de zum Buch „Meine Arktis“. Alle Angaben beschränken sich auf öffentlich bestätigte Fakten.



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